Aktivitäten

12.07.2018

Rede der Schulleiterin zur Grundsteinlegung am 12. Juli 2018

„Alle Baukunst bezweckt eine Einwirkung auf den Geist, nicht nur einen Schutz für den Körper.“ Als im 19. Jahrhundert der britische Sozialkritiker, Maler und Schriftsteller John Ruskin diesen Satz prägte, führte man gerade eben die Schulpflicht ein, in Großbritannien wie in Preußen.


Im März des vergangenen Jahres beschloss der Kreistag Dahme-Spreewald die Errichtung eines Gymnasiums in Schönefeld, im März dieses Jahres wurde der erste Spatenstich getan und heute legen wir den Grundstein für ein Gebäude, das sowohl Schutz für den Körper als auch Einwirkung auf den Geist bezwecken soll.


Unser Gymnasium Schönefeld ist etwas Besonderes, denn es existiert zum heutigen Zeitpunkt vorerst als geplantes Schulleben, das am 20. August 2018 um 8.00 Uhr das Licht der Welt erblicken wird mit allem, was eine neugeborene Schule ausmacht: Sie wird von Schülerinnen und Schülern, deren Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern zum Leben erweckt. Unser Gymnasium Schönefeld wird klein beginnen, um mit seinen Schülerinnen und Schülern zu wachsen. Wie eine größer werdende Familie aus einer Wohnung in ein Haus zieht, wird unsere Schule sich entwickeln und das neue Gebäude, das an dieser Stelle entsteht, beziehen, es in Besitz nehmen, es bewohnen.


Dieses Gebäude soll uns Schutz und Raum für freie Inspiration bieten, es soll Heim sein für die Geborgenheit unserer schulischen Gemeinschaft, in die wir unsere Kinder aufnehmen. Es soll das ruhende Fundament für die Entwicklung junger Persönlichkeiten sein. Ich wünsche diesem Haus einen festen Stand! Es blickt in eine freudvolle Zukunft.


Allen Baufachleuten danke ich für Ihr zügiges Arbeiten und wünsche Ihnen günstige Witterungsbedingungen für den bevorstehenden Herbst und Winter. Der Gemeinde Schönefeld und insbesondere Herrn Börner, dem Rektor der Oberschule am Airport Schönefeld, danke ich für die Gastfreundschaft, denn in seiner Schule geht das Gymnasium seine ersten Schritte.


Als der Kreistag die Errichtung unseres Gymnasiums und damit eine überaus großzügige Finanzierung beschloss, empfahl er eine sprachlich orientierte Ausrichtung mit der Option auf bilingualen Unterricht. Ganz in diesem Sinne bemühe ich noch einmal John Ruskin: All architecture proposes an effect on the human mind, not merely a service to the human frame. May this building have a peaceful future and may it serve the aforementioned purpose to the full extent.


 Bis zum Wiedersehen anlässlich der Einweihungsfeier des Gymnasiums Schönefeld wünsche ich unserem Bauvorhaben Glück und gutes Gelingen.


 Daniela Günther                                                                                    

-Schulleiterin-


Wunsch zur Grundsteinlegung:

Möge dieses Haus uns allen ein Ort der Geborgenheit sein, an dem wir uns verwirklichen können.


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